Das Wunder der Natur – Nature´s magic

Ich züchte mal wieder seit einiger Zeit meine eigenen Sprossen. Das mache ich ein paar Mal im Jahr – meistens dann, wenn mir die Samen-Päckchen in die Finger fallen ^^

Ich kenne viele Menschen, die sich für teuer Geld Sprossen im Markt kaufen – bei Kresse gehöre ich selbst oft dazu – und sich damit aber nicht immer etwas Gutes tun. Diese Sprossen sind auch industriell hergestellt und belastet mit was-auch-immer für Chemie.

Warum nicht selbst machen? „Das ist so ein Aufwand“ … „Das ist so teuer“, werden da die Stimmen laut.

Hä? Wie bitte?

Quark!

Man braucht nur große, leere Schraubgläser, ein Werkzeug um Löcher in die Deckel zu machen, sprich ein Dosenlocher (gibt´s für ganz wenig Geld bei Amazon oder im Supermarkt etc.) und Samen. Samen gibt es für ganz wenig Geld im Reformhaus, Bioladen oder bei dm.

Die Samen mögen zwar pro Tüte zwischen 0,99€ und 2,00€ kosten – ABER die Ergiebigkeit ist einfach enorm, denn aus gerade mal einem gestrichenen Esslöffel Samen bekommt man soviel Sprossen, dass sie für mehrere Personen, mehrere Salate oder mehrere Tage Essen reichen.

Ich als Single nehme sie als Hauptbestandteil in meinen Salat als eine Portion, bei ½ Esslöffel Samen á 2 Gläser.

Esst ihr Brechbohnen aus dem Glas? Schwarzwurzeln? Weiße Bohnen? Solche Gläser funktionieren wunderbar zur Zucht von Sprossen. Aber aufpassen! Kresse und Rucola müssen auf Watte/Erde/Küchentuch gezogen werden, da das Samen sind, die sofort verschleimen, wenn sie mit Wasser in Verbindung kommen. Deswegen gibt es die auch immer auf einem Substratbeet zu kaufen.

Ich habe euch eine Bilderserie angefertigt, die ihr am Ende des Beitrages anklicken und euch die rasante Entwicklung anschauen könnt.

Also, hier der „Bausatz“:

Samen nach Wahl
Große Schraubgläser
Ein Dosenlocher (oder, wenn ihr den nicht habt, habt ihr im Werkzeugkasten vielleicht einen sehr spitzen, scharfen Körner)
1 Esslöffel
Wasser
… und Geduld

Schraubt die Deckel auf die Gläser, macht diverse Löcher hinein und spült danach alles gründlich. Verletzt euch nicht am Metall der Löcher auf der Innenseite des Deckels.

Gebt die gewünschte Menge Samen in die Gläser (aber nie mehr, als dass der Boden bedeckt ist), füllt sie mit Wasser auf und lasst sie laut Packungsanleitung einweichen.

Schraubt das Glas auf, presst die Hand vor die Öffnung des Glases und lasst langsam und vorsichtig das Wasser ablaufen, sodass die Samen im Glas bleiben.

Stellt die Gläser an einen „dunklen“ Platz und vergesst sie bis zum nächsten Tag. Bitte stellt die Gläser so dunkel wie möglich und nicht in die Sonne. Es sind Samen, die ihr da habt und die wachsen normalerweise in der Erde – sprich dunkel, feucht und ohne Licht. Setzt ihr die Gläser Sonne aus oder großer Helligkeit, kann es passieren, dass sie schimmeln oder nicht richtig wachsen.

Jeden Morgen und Abend oder auch nur einmal täglich (aber achtet darauf, dass nicht mehr als 24 Stunden dazwischen sind), wascht ihr die Samen nun – dafür einfach nur Deckel auf, Wasser rein, abschütten, Deckel wieder drauf, wegstellen.

Ihr könnt jeden Tag beobachten, wie schnell diese unglaublichen kleinen Wunder wachsen und keimen und bei manchen Sorten könnt ihr die Keimlinge schon nach 3-4 Tagen essen.

Meine Tipps für euch:

Alfalfasprossen – schmecken megagenial. Wartet hier unbedingt, bis sie grüne Blättchen entwickelt haben. Dann sind sie essfertig
Samen, die nicht aufgegangen sind, kann man trotzdem mitessen.
Schüttet die essfertigen Keimlinge in eine große Schüssel und füllt diese hoch mit Wasser. Fast alles was dann nach einer Weile oben schwimmt, sind die leeren Hülsen der Samen. Die können dann einfach abgeschöpft werden.
Sind die Keimlinge fertig, wechselt einfach den Deckel aus und nehmt das Glas mit auf die Arbeit und genießt eure Sprossen beim Mittagessen.
Sprossen auf Butterbrot mit einem Hauch Salz schmecken fantastisch. Sprossen im Salat sowieso.
Sprossen als Salat selbst sind eine tolle Alternative – einfach mit einem Hauch Essig und Öl sowie Salz und Pfeffer anmachen und servieren.

Was mir persönlich allerdings gar nicht gefällt: Sprossen zu „kochen“. Eigentlich widerspricht das dem eigentlich Sinn der Sprossen, denn sie sollen ja roh als Vitamin-Lieferant gegessen werden. Kocht man sie, verlieren sie all das Gute und bekommen eine unangenehme Konsistenz. Da reicht es auch schon, sie auf eine heiße Suppe auf den Teller zu geben – ergibt den gleichen Effekt.

Wer Kresse ziehen möchte und keine Gerätschaft dafür hat, sollte sich die Bilder mal genauer anschauen – ich habe mir mein eigenes kleines Gewächshaus gebaut.

Ein flache Schale lege ich mit einem feuchten (nicht nassen!), gefalteten Küchentuch aus. Darauf streue ich die Samen. Sofort fangen sie an zu schleimen und setzen sich auf dem Tuch fest.

Nach 1 – 2 Stunden lasst ihr ganz wenig Wasser an der Seite in die Schale laufen und gießt es sofort wieder ab. Haltet das Tuch dabei an einer Ecke fest. Dann ab unter „die Haube“ und schon am nächsten Tag könnt ihr die kleinen Keimlinge sehen.

Wie bei den Keimlingen im Glas, braucht es auch hier jeden Tag etwas frisches Wasser. Lasst immer ganz wenig in die Schüssel laufen (oft reicht 1 Esslöffel!) und lasst es sofort ablaufen. Kontrolliert ab und an – je nach Schüsselform – ob sich Staunässe unter dem Tuch bildet. Wenn ja, diese unbedingt entfernen, da diese sonst kippt und schlecht wird. Dann sind die Samen auch hinüber und nicht mehr essbar.

Wer Geld ausgeben möchte, dem kann ich das hier empfehlen: https://www.amazon.de/Kiepenkerl-Keimsprossen-Keimschalen-10x20x3cm/dp/B00AL9ZFNM/ref=sr_1_22?ie=UTF8&qid=1467194024&sr=8-22&keywords=kresse

Von allen Systemen, die ich jemals hatte, war das das Beste – und neben Marke Eigenbau – auch das günstigste.

Auch hier wieder einige Tipps:

Bitte kauft Küchenrolle, die NICHT riecht oder stark chemisch riecht. Die von Lidl oder Ja funktionieren gut. Die teureren sind nicht geeignet, da die komische Gerüche absondern und diese von den Sprossen aufgenommen werden und dann danach schmecken! (Teuer ist halt nicht immer gut. Nun, nach meiner Erfahrung eigentlich fast nie)

Ich schneide die Kresse bei der Ernte knapp oberhalb des Tuches, Samenhüllen und Wurzeln mit der Schere ab, da ich die Kresse nicht waschen möchte. Die ist so fein, dass sie ein Bad nicht so gut verkraftet – geschweige denn, die dann trocken zu bekommen! Das ist fast unmöglich.

Ein Butterbrot mit Kresse und etwas Salz ist für mich mit das Größte, was es auf der Welt gibt.

Zum Schluss kommend kann ich nur sagen: Vergesst teure Systeme für die Anzucht. Verbannt gekaufte Sprossen von euren Zetteln – und erfreut euch an der Aufzucht, an dem Wunder der Natur, dass man innerhalb von nur wenigen Tagen etwas zum Essen hat, bei dem man mit angesehen hat wie es wächst und gedeiht und dass man ein unbelastetes, frisches Produkt hat.

Eure Davina

For quite some time now I am growing my own little sprouts. I do this several times a year – usually when I come across the seeds, stored deep in my pantry ^^

I know many people who spend a lot of money on buying sprouts – and with cress I´m doing it likewise – in the thinking it´s good for them. The problem is though, that these sprouts have been grown industrially and will be most probably contaminated with lots of whatever chemicals.

Why not growing sprouts by yourself? “Och, that´s too much effort” … “It´s so expensive”, the voices can be heard.

What? Sorry?

Humbug! 😀 (Love that word … reminds me of Christmas 😉 )

What you need is only big, empty srew-top jars, a tool for making holes in the lid – a thing of which I can´t find any translation, but you can have a look here: https://www.amazon.de/Edelstahl-Dosenlocher-Dosenspie%C3%9Fer-Dosenspie%C3%9F-spitzem/dp/B00ORUVMCO/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1467278001&sr=8-3&keywords=dosenlocher – and seeds. Seeds are available in health food shops and in Germany in our kind of drugstores.

The seeds might seem to be expensive, but as you need just a wee portion of it to germinate a good amount of seedlings the price relativises. With one tablespoon seeds you can get as many sprouts as you need for several persons, several days of sophisticated salad or for several meals.

Me as single use the sprouts as main ingredient for my salad as one portion. That means I take half a tablespoon each in 2 glasses, which makes a huge portion seedlings for a proper meal.

At growing your seedlings please take big jars with a volume of at least 500ml. Those jars fit perfectly for this purpose. But be careful: Cress and rocket have to be grown on a bed of cotton/soil/kitchen roll, as they immediately get slimy at coming in contact with water. That´s why you can only buy them on a substrata block.

I have made a nice picture series, placed at the end of this post, on which you can see the rapid growing progress.

So, here´s your “construction kit”:

Seeds as you prefer
Big screw-top jars
A “lid perforator” (as mentioned above – have no clue how this thing is called in English) – maybe, if you don´t have a thing like that you could also use a sharp, very pointed centre punch from your tool box
1 tablespoon
Water
… and some patience

Screw the lid on top the jar. Carefully pierce several holes into the lid, thoroughly wash afterwards. Be careful and don´t hurt yourself on the sharp edges of the holes inside the lid.

Now place the wished amount of seeds on the bottom of the jar (but never more as it needs to cover it), fill up with water and leave as long as the package description tells you.

Now, open the jar, press your hand against the opening and slowly and carefully let the water drain. Make sure the seeds stay in the glass.

Place the glasses at a “dark” place and just forget about them until the next day. Please place the glasses as dark as possible and not into direct sunlight. You are handling little seeds which are usually growing in soil – so it´s dark, humid and without any light. Placing the seeds into sunlight or high brightness it might be that they will mildew or not growing properly.

Each morning and evening now wash the seedlings – or maybe just once will also do, but, look into it it´s not more than 24 hours between the washings. Just open that jar, pour water in, drain, close, place aside …

After just 3 to 4 days the first seedlings can already be eaten and you have witnessed one of the greatest wonders of nature.

Here are some tips for you:

Alfalfa seedlings – taste just gorgeous. Absolutely wait until little green leaves have formed, then they are “done” and you can eat them.
Seeds, which haven´t germinated, can be eaten nevertheless.
Pour the seedlings (when ready) in a huge bowl and fill them up with lots of water. Nearly everything floating at the surface are the empty seed shells. Those can be easily skimmed now.
When the seedlings are eatable, just replace the lid with a whole one and you can take the glass with you to work for your lunch.
Eat those sprouts on buttered bread with just a hint of salt – that´s just fantastic! Sprouts in a salad are also fantastic, of course.
Sprouts as a salad itself is a nice alternative – simply add a hint of vinegar, oil, salt and pepper, mix and serve.

What I personally don´t like, though, is to cook them. That´s completely contradictory the reason of having fresh sprouts, as they should be a vitamin supplier. At cooking them all the good ingredients will be lost and additionally get a nasty consistency. Even putting them on a soup, when that one´s served, has the same effect.

Those who wish to have cress and rocket of your own can simply do that, too, by just using some bowls you might have at home. Please have a look at the pictures – I have built my own little green house.

A flat bowl will do, on the bottom a folded, damp kitchen roll paper (not wet!). Scatter the seeds onto it (but not on top of each other. Just a thin layer) Immediately when the little fellows hit the damp cloth they begin to slime.

After one or two hours add little water on the side of the bowl and drain it immediately. Hold the cloth at a corner during that. Then you can place the bowl underneath a bigger bowl and the very next day you can see they already have germinated.

As with the seedlings in the glasses the cress also needs to be watered every day. Highest a tablespoon water will do, always let it drain properly. Depending on the bottom of your bowl check from time to time if some dammed-up water has formed. Categorically remove that one, or the cloth and seeds will begin to mould and they won´t be eatable anymore.

I also don´t know where this thing might be available, but here you see a little help, if you´d like to spent a little money: https://www.amazon.de/Kiepenkerl-Keimsprossen-Keimschalen-10x20x3cm/dp/B00AL9ZFNM/ref=sr_1_22?ie=UTF8&qid=1467194024&sr=8-22&keywords=kresse

Of all systems I ever tested that one is the absolute best – besides the home-made version.

Also, some tips regarding this follow here, too:

Please only buy kitchen roll which does not smell or stink of chemicals or other stuff. It should smell neutral. If not, your whole seedlings will taste like that smell.
At harvesting the cress I cut it right above the cloth, seed skin and roots with a pair of scissors off, as I don´t want to wash it. This lovely seedlings are so fine that a bath wouldn´t do them any good, not to mention getting them dry afterwards. That´s nearly impossible.
A buttered bread with some cress and salt is one of the best things in the world to me.

Now, at finishing this I can just say: Forget about expensive systems for cultivating sprouts. Ban those industrially grown sprouts from your shopping list – and enjoy the growing, this little wonder of nature, and that you have something pretty nice to eat within just a few days, from which you have seen how it thrived and prospered and that you finally have a product, which is free from chemicals and extra fresh.

Yours Davina

What you need

What you need

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Slimy cress and rocket seeds

Slimy cress and rocket seeds

Greenhouse - Gewächshaus

Greenhouse – Gewächshaus

after 1 day - nach einem Tag

after 1 day – nach einem Tag

after 1 day - nach 1 Tag

after 1 day – nach 1 Tag

after 1 day - nach 1 Tag

after 1 day – nach 1 Tag

Day 2 - 2. Tag

Day 2 – 2. Tag

Day 2 - 2. Tag

Day 2 – 2. Tag

Day 2 - 2. Tag

Day 2 – 2. Tag

Day 3 - 3. Tag

Day 3 – 3. Tag

Day 3 - 3. Tag

Day 3 – 3. Tag

Lunch - on the 4th day - Mittagessen am 4. Tag

Lunch – on the 4th day – Mittagessen am 4. Tag

Pea - Erbse

Pea – Erbse

Alfalfa

Alfalfa

Cress - Kresse

Cress – Kresse

Leichter Chicorée-Apfel-Ananas-Salat

2 Chicorée
1 Apfel
1 kleine Dose Ananas, Saft aufgefangen
1 großer brauner Champignon

Sauce:
1/2 Tl Kala Namak (Steinsalz)
1/2 Tl weißer Pfeffer
2 El (Soja)Joghurt
Saft einer halben Zitrone
1/2 Tl mittelscharfer Senf

Vom Chicorée den Strunk großzügig abschneiden, die einzelnen Blätter in lauwarmem Wasser ca. 15 Minuten einlegen. Das zieht etwas die Bitterstoffe heraus. Die Herzen einfach nur vierteln.

In der Zwischenzeit die Sauce zusammen rühren, mit ca. 1 El vom Ananassaft abschmecken.

Den Apfel schälen, klein schneiden. Die Ananas ebenfalls in kleine Stücke schneiden. Die übrig gebliebenen Strünke hauchfein schneiden. In die Sauce geben, gut durch rühren.

Den Champignon abreiben, Stiel entfernen und in dünne Scheiben schneiden.

Den Chicorée in der Salatschleuder (oder etwas ähnlichem) trockenschleudern und die Schiffchen auf einem großen Teller anrichten.

Champignonscheiben darauf verteilen, dann mit der Sauce bedecken.

Und jetzt: Guten Appetit! 😀

Eigentlich wäre dieser Salat mit Mayo gemacht worden, aber da ich die fast nie daheim habe, nutze ich oft Joghurt. In Verbindung mit dem Kala Namak gibt das eine der Mayo geschmacksähnliche Basis und ist noch dazu vegan und leicht.

Wer es kann bitte unbedingt frische Ananas nehmen, das schmeckt besser. Ich vertrage nur leider die Säure nicht, deswegen aus der Dose.

Der Salat passt perfekt zu Gegrilltem; mit Baguette kann man schön die Sauce aufstippen. Vor allem, wenn es vorher noch auf dem Grill kross gebacken wurde … *yummy*

Alles Liebe, eure Davina

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(Sauer)Krautsalat – schmeckt wie gekauft

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Ich hatte mir gestern einen veganen Kartoffel-Sauerkrautauflauf gemacht und hatte noch Kraut übrig. Sauerkrautsalat hatte ich noch nie gemacht, also erschien es mir eine gute Idee, das ein oder andere aus dem Kühlschrank aufzubrauchen, zusammen zu werfen und zu schauen, was dabei herauskommt.

Und Kinners – eins sag ich euch – der ist super geworden und kommt SOFORT, aber SOWAS von SOOOOFORT mit in mein Repertoire!

Man nehme:
200g Sauerkraut (ich habe immer das von Leuchtenberg in der Tüte, da das das Beste ist, was ich je hatte und nicht so widerlich sauer wie die meisten „Marken“-Sauerkräuter ((was ist eigentlich die Mehrzahl von Sauerkraut? ;-D ))
¼ Stück Gurke, geschält, entkernt, in kleine Stückchen geschnitten
2 kleine Möhren, geraspelt
½ kleine Paprikaschote in feinen Würfelchen

1 EL Olivenöl
½ TL Kala Namak/Steinsalz
1 EL Agavendicksaft
etwas weißer Pfeffer
etwas Chili

Alles zusammen mischen, fertig. Und er ist supercalifragilisticexpialigetisch lecker. Und hat keine schädlichen/ekligen Inhaltsstoffe …

Und warum zum Geier hat mir noch keiner gesagt, dass man aus Sauerkraut so einen herrlichen Salat machen kann? Da hätte ich mir jahrelanges Krautstampfen sparen können … *grummelmummel……….* 😀 😀 😀 😀 😀

Salzzitronen – igitt oder non-plus-ultra?

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Mein herzallerliebster Lieblingskoch Jamie Oliver nutzt sehr oft und viel Salzzitronen. Seit Jahren schon wollte ich diese auch mal ausprobieren und habe nun endlich daran gedacht, bei dem Gewürzhändler meines Vertrauens, ein Glas mit zu bestellen.

Bekommen habe ich ein Glas voll mit Mini-Salzzitronen, aus Frankreich – und was soll ich sagen? Sie sind GEIL! 😀

Glas öffnen, dran schnuppern – „Oh interessant“. Skeptisch gucken. Gabel und Messer holen. Mini-Stückchen einer Zitrone abtrennen. Tief Luft holen und mich überwinden, das komische Mini-Etwas-Zitronenschale-Zitronenfleisch in den Mund zu schieben.

Komisch gucken, grübeln. Schmecken. Igitt. Weiter schmecken. Hmmmm. Weiter … okaaaaaaaaay …. ich glaub …. die sind lecker!

So war ungefähr die Verkostung der kleinen, gelben Kugeln.

Nun, und jetzt? Bin ich SO süchtig, dass ich sogar selbst welche angesetzt habe!!!

In 3 Wochen ungefähr weiß ich, ob sie was geworden sind.

Ich habe ein paar marokkanische Gerichte ausprobiert von einem schönen Blog, den ich gefunden hatte (http://kochbuchfuermaxundmoritz.blogspot.de/2013/07/marokkanische-salzzitronen_13.html), und wurde immer süchtiger. (Wobei ich nicht bestätigen kann, dass ich Salzzitronen in Sirup habe – denn ein Sirup sollte doch eigentlich immer etwas dickflüssiger sein und hängt irgendwie mit Zucker zusammen …)

Selbstverständlich fing ich an zu experimentieren, und dabei kam mein wunderbares

Salzzitronen-Pesto (vegan)

heraus:

Je 1 Bund Petersilie und Basilikum
50g Cashew-Kerne
Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 Knobizehe
2 von diesen kleinen, schnuckeligen Salzzitronen und vielleicht 1-2 Tl des Suds
Olivenöl
1/2 El körniger Senf (ohne Aroma!)
1 Prise Kreuzkümmel
–> alles in einem Mixer solange pürieren, bis es eine schöne Masse ergibt

Ich hatte das Pesto zuerst als Salatsauce verwendet (Kopfsalat, Mais, Kidneys, getrocknete Tomaten in Öl, Gartengurken), dann bei Pellkartoffeln (Quellkartoffeln), dann hatte ich (weil es einfach sehr viel war) Kartoffelsalat daraus gemacht (BOMBE!), dann war immer noch ein Rest da, den ich mit den Resten vom Mais und Kidneybohnen und einem Spritzer Worcestershire-Sauce verrührt hatte …

Nun, und dann folgte eben die Krönung, als ich mir das Rezept des Blogs vornahm und nun selbst eingelegte Zitronen habe ^^

Natürlich bekomme ich hier leider nicht so herrliche Mini-Zitronen und ich bin gespannt, wie das Ergebnis sein wird. Ich hoffe zumindest, dass es was wird 😉

So in drei Wochen etwa …

Es tut mir leid, dass ich so lange nichts mehr gepostet habe, aber mein Leben hat sich im Moment in eine Richtung entwickelt, in der ich keine Zeit mehr habe, dieser kleinen Leidenschaft zu frönen. Leider ist auch meine Kamera nun endgültig über den Jordan gegangen, und da macht dann das Fotografieren auch keinen Spaß mehr 😦

Aber ich denke noch an euch und hoffe, dass ihr vielleicht nun auch mal Lust bekommen habt, Salzzitronen auszuprobieren.

Für mich hat es sich zu hundert Prozent gelohnt!

Alles Liebe, eure Davina :-*

Chutney-Dressing mit Salat ~ and salad

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Als ich in Schottland war, habe ich einen absolut fantastischen Salat von tesco gegessen, mit einem wahnsinns Chutney-Dressing. Leider schmeckt dieses hier nicht so wie das in Schottland, aber trotzdem echt lecker.

Wie immer wenn ich sowas habe fotografiere ich die Ingredienzien ab und baue das dann später nach.

Das Ergebnis ist ein wirklich leckeres Dressing – sehr gewöhnungsbedürftig (da sehr fruchtig) aber echt lecker.

Diese Menge ergibt sehr viel, ich habe den Rest dann in einem Glas eingeweckt und bewahre es im Kühlschrank auf.

Vielleicht macht ihr nur die Hälfte …

1 mittlere Zwiebel, sehr fein gehackt
1 kleine Knobizehe, gepresst
2 Äpfel, sehr fein geschnitten
1 große Karotte möglichst klein geschnitten
ein ca. 2cm großes Stück Ingwer, gerieben
200ml Apfelsaft
2 EL Malzessig
2 EL Zitronensaft
3 EL Olivenöl
1 EL Tomatenmark
½ TL Salz
½ TL Allspice (ich habe Endoferm genommen, aber es gehen auch andere Sachen wie Fondor und Aromat – sind dann aber natürlich nicht wirklich empfehlenswert für die Gesundheit)
1 gute Msp. Zimt
3 TL brauner Zucker

Dünstet das ganze Gemüse bis es weich ist, gebt alle restlichen Zutaten dazu und lasst es für ca. 15 Minuten kochen. Dann pürieren (evtl. abfüllen), abkühlen lassen und den Salat damit garnieren.

Salat: Kopfsalat, fein geschnittener Cheddar, fein geschnittener Apfel, Tomaten

Guten Apo 😀

Chutney dressing and salad

When I was in Scotland this year I had a great salad from tesco with a gorgeous chutney dressing. This one does alas not taste like the one there, but still it´s great.

As usual when I find something like that abroad I take a photo of the ingredients and try rebuilding it at home.

The result is this really tasty dressing.

The recipe makes a whole lot so you might want to can it or just make the half of it.
Chop everything very fine up:
1 middle sized onion
1 small garlic clove
2 apples
1 big carrot
grate a 2cm piece of ginger

fry all the veggies until soft, then add

200ml apple juice
2 tbsp malt vinegar
2 tbsp lemon juice
3 tbsp olive oil
1 tbsp tomato puree
½ tsp salt
½ tsp allspice
1 good pinch cinnamon
3 tsp brown sugar

leave to cook for about 15 minutes, then purée (maybe can), leave to cool and serve with the salad.

Salad: some green salad, fine sliced Cheddar, fine sliced apples, tomatoes

Enjoy!

Kartoffelsalat mal anders ~ Potato salad but different

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Dieser Salat macht Spaß und schmeckt herrlich. Wie ein Kartoffelsalat Spaß machen kann? Nun, er macht kaum Arbeit 😀

Man nehme 1kg Kartoffeln, gewaschen und gebürstet, schneide sie in 6mm dicke Scheiben und koche sie in 400ml schwacher Gemüsebrühe.

In der Zwischenzeit vermischt man in einer Schüssel 2 EL körnigen Senf mit 3 EL Olivenöl, ½ EL Weißweinessig, Pfeffer, wenig Salz und ½ TL Agavendicksaft.

Sobald die Kartoffeln gar sind (nach ca. 10 Minuten, aber unbedingt vorher schon die Stechprobe machen) in ein Sieb gießen, den Kochsud auffangen und die Kartoffeln in die Sauce geben. Gleich gut umrühren und ca. 4 EL von der Kochbrühe dazu geben.

Ziehen lassen. Später kann man noch mehr der Brühe angießen, je nach Geschmack und Konsistenz. Zum Schluß mit Petersilie abrunden.

Fertig ist der (fast) unaufwendigste Kartoffelsalat den ich kenne 😀

Buon appetito!

Potato salad but different

This salad is really fun and tastes lovely. How a potato salad can be fun? Well, it´s dead easy. 😀

Take 1kg potatoes, cut them into 6mm thick slices (after having washed and brushed them) and cook in about 400ml veggie stock for about 10 minutes. But please have a look a bit earlier if they aren´t done, this goes very fast. Keep the stock, you´ll need it later.

In the meanwhile mix in a bowl 2 tbsp grainy mustard with 3 tbsp olive oil, ½ tbsp. white wine vinegar, pepper, a bit salt and ½ tsp agave syrup (or sugar).

Put the potatoes in the bowl, add some 4 tbsp of the stock and mix well. Leave for at least half an hour, better longer. Shortly before serving season to taste with maybe some more stock, salt and pepper.

Ready is the (nearly) non-extensive potato salad 😀

Buon appetito!

Eiersalat – ohne Eier ~ Egg salad – without eggs :-D

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Meine Kollegin hatte mir einmal den Tip gegeben Avocado mit Senf zu einer Creme zu verarbeiten.

Mittlerweile habe ich daraus einen Aufstrich gebastelt, der – wie ich finde – wie ein leichter Eiersalat schmeckt, vor allem pur oder auf Knäckebrot.

Folgende Zutaten gehören hinein:

1 reife, große Avocado
½ TL Kala Namak/Steinsalz
viel schwarzer Pfeffer
1 EL Kapern, abgetropft
½ kleine Gartengurke ohne Kerne, in feine Würfel geschnitten
3 TL Süßer Senf
1 TL mittelscharfer Senf
½ EL Dill

Die Avocado mit allen Zutaten außer der Gurke und den Kapern durchmatschen, Gurke und Kapern dazu geben und voila – fertig ist der Aufstrich der schmeckt wie ein Eiersalat.

Guten Appetit!

Egg salad – without eggs 😀

My colleague gave me the tip to create a creme with avocado and mustard.

By now I have created a spread which tastes like a light egg salad, especially when eaten pure or with crispbread.

You need the following ingredients:

1 ripe, big avocado
½ tsp Kala Namak (http://en.wikipedia.org/wiki/Kala_Namak)
much cracked black pepper
1 tbsp capers, drained
½ small garden cucumber without kernels, diced
3 tsp Bavarian sweet mustard
1 tsp mustard
½ tbsp. dill

Mush everything except the cucumber and capers. Add them after mushing and ready is a lovely spread which tastes like egg salad.

Enjoy!

Kichererbsensalat ~ Chick pea salad

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Angeblich soll er für 4 – 6 Personen sein …

Ich verstehe nicht, wie das funktionieren soll, denn er ist so lecker und defintiv nicht viel, dass das ein Mittagessen für eine Person ist (ok, danach ist man proppen voll, aber zufrieden :-D)

250g Kichererbsen (Dose ist das schnellste, selbst gekochte schmecken aber besser)
1 Knobizehe
1 Zwiebel
1 ½ Bund Petersilie
10 Kirschtomaten
1 EL Weißweinessig
Salz und Pfeffer
3 EL Olivenöl

Hacken, schneiden, schnippeln – wie man will – alles zusammen würfeln und fertig ist der Salat.

Am besten schmeckt er, wenn er über Nacht ziehen durfte.

Simpler geht´s einfach nicht 😀

Buon appetito!

Supposedly this salad is for 4 to 6 people …

I have no clue how this should work, because it is that yummy and quite not that much that this salad is a meal for one person (ok, you are terribly filled up afterwards, but so happy :-D)

250g chick peas (canned or freshly cooked)
1 garlic clove
1 onion
1 ½ bunch parsley
10 cherry tomatoes
1 tbsp whitewine vinegar
salt and pepper
3 tbsp. olive oil

Chopping, cutting, slicing – as you like it – put everything together and ready is the salad.

It tastes best when left in the fridge over night.

Can´t be easier 😀

Buon appetito!

Kopfsalat mit Kochbananen-Chips, Kräutern und Aprikosen-Senf-Dressing ~ Lettuce with plantain-crisps, herbs and apricot-mustard-dressing

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(please find the English version below)

Ja, ich hatte mal Zeit. Und ja, danach habe ich mich doch etwas geärgert, denn so viel Geschirr brauche ich sonst nur für ein Sonntags-Essen, und nicht nur für einen „popligen“ Salat 😀

Ich hatte endlich mal eine Kochbanane bekommen und im Internet gesehen, dass diese hauptsächlich für Curries als Bindemittel eingesetzt wird, da sie doch recht mehlig ist. Da ich aber erst ein Curry hatte, wurden schnell – nach einem anderen Rezept – scharfe Chips daraus.

Nun, so war der Plan.

Die Kochbanane schien reif zu sein, ließ sich aber extrem schlecht nackisch machen. Sie hat eine feste, dicke, sehr stabile Schale. Danach schnitt ich sie in dünne Scheiben und sollte sie dann für ca. 15 Minuten in Salzwasser kochen.

Nach schon 9 Minuten fingen die Scheiben an zu zerbröseln, also schüttete ich das ganze ab.

Nun sollten die Scheiben in Chili-Öl ausgebacken werden – das sollte angeblich schnell gehen.

Nein, ging es nicht. Die Scheiben wurden erst nach guten 15 – 20 Minuten, schwimmend in dem Öl, kross – und klebten wie ein Rösti aneinander.

Der Geschmack überzeugte mich auch nicht wirklich. Zwar war er wirklich gut, aber bis auf den leicht fruchtigen „Hintergrund“ schmeckten sie genauso, wie knusprige Bratkartoffeln schmecken.

Um Bratkartoffeln über einen Salat zu geben brauche ich keine Kochbanane zu kaufen. Zwar hat sie „nur“ 1,18 € gekostet, aber für das Geld bekomme ich 1 kg Kartoffeln von dem ich weitaus mehr habe ^^

Zu den Kräutern: Meine liebe Kollegin hat mir aus ihrem Garten netterweise Borretsch (für den ich sterben könnte), Pimpinelle (einfach nur himmlisch lecker!) und ein paar Blüten einer Gewürztagetes „Orange Gem“ mitgebracht. Verlesen, gewaschen und klein gehackt landeten all diese Leckereien dann auf einem wunderbar feinen, frischen Kopfsalat.

Dann noch eine in Würfel geschnittene, halbe Avocado und als Topping dieses Dressing:

6 Aprikosen, entsteint
2 El Rapsöl
1 El Weißweinessig
Pfeffer
1/2 Tl Salz
1 – 1 ½ Tl Senf
½ El Agavendicksaft
 Alles mit einem Pürierstab zu einem samtigen Dressing verarbeitet

Nun noch die abgekühlten Kochbananenchips drauf, und fertig war das Abendessen – und die Küche sah aus wie Sau.

Wie ging dieser herrliche Spruch nochmal?

„Die Küche sieht aus wie sau.

Ich habe das Licht ausgemacht.

Jetzt geht´s.“

😀

Guten Appetit!

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Lettuce with plantain-crisps, herbs and apricot-mustard-dressing

Yes, I had some spare time. And yes, after that I was a bit annoyed, because I had as many dishes as I usually just have with cooking a Sundays meal. And not just cooking a “piffling” salad 😀

Finally I have found a plantain at shopping and on the internet I saw that mostly it is used for making curries creamy. But as I recently had a curry I decided to make some hot crisps with it.

Well, that was the plan.

The plantain seemed to be ripe, but it was difficult getting rid of the solid, thick and very stable peel. After having removed it I cut the banana into thin slices. The recipe said it should be cooked for 15 minutes in some salted water.

Well, only after 9 minutes the slices began to crumble, so I drained them.

Now, the slices were supposed to be fried in Chili-oil for a short time. Again, this was not possible. It took about 15-20 minutes until they were crisp – and stuck together like a Rösti.

Also, the taste did not really convince me. It was very good, yes, but except a slight fruity taste in the background it tasted like a fried potato.

And to spread fried taters over a salad I don´t need to buy a rather expensive plantain.

The herbs: My lovely colleague gave me some borage (I could die for that), some burnet (simply heavenly yummy!) and some blossoms of a tagetes/marigold “Orange Gem”. After cleaning and cutting them I spread them over a lovely fresh and very delicate lettuce.

Half an Avocado, diced and on top this dressing:

6 apricots, pitted
2 tbsp rapeseed oil
1 tbsp white vine vingar
pepper
1/2 tsp salt
1 – 1 ½ tsp mustard
½ tbsp. agave syrup
 Mix until you get a smooth dressing

Now on the very top the cooled plantain crisps, and ready is dinner – and my kitchen looked like a mess.

How was the nice saying again?

“The kitchen looks like a mess.

I turned off the lights.

Now it´s ok.”

😀

Enjoy your meal!

Einfaches Bohnengemüse

Inspiriert von Jamie Oliver ist dieses sehr schnelle und äußerst leckere Saubohnen-Gemüse ein echter Genuß

1/2 Knobizehe
1/4 rote Chilischote
10 Blättchen Minze
300g Sau- bzw. dicke Bohnen
Olivenöl

Die Saubohnen kochen (wer frische hat kann sich glücklich schätzen!), alles andere sehr fein hacken und mit den noch heißen Bohnen mischen. Tada! Fertig ist das superschnelle, super erfrischende Gemüse 🙂

Simple bean dish

Inspired by Jamie Oliver this little dish is extremely yummy. Additional to that it is very fast prepared and very refreshing.

1/2 garlic clove
1/4 red chili
10 leaves mint
300g broad beans
oliveoil

Cook the broad beans (should you have some fresh from the garden you can call yourself lucky!), finely chop everything else up and mix it together with the olive oil and the hot beans. Voilá! Ready is the super fast, super refreshing vegetable 🙂