Old Man of Storr
Old Man of Storr

Stück für Stück geht es voran. Ganz von allein.

Ich lasse alles seinen Lauf, arbeite daran, wann es mir gefällt.

Hetzen bringt nichts.

All das, was ich die Jahre zuvor immer wieder gemacht habe – Dinge vorantreiben zu wollen, die Ungeduld in Person sein, Dinge zu schnell anzugehen – ist wie weggeblasen bei diesem Thema.

Natürlich habe ich meine Listen und meine Planungen im Kopf. Die Recherchen laufen, aber ohne Druck. Die Dinge kommen zu mir, wenn die Zeit dafür reif ist.

Wäre ich zum Beispiel alleine und würde den Umzug mit einem 3,5 Tonner alleine machen, würde sich die Fähre lohnen. Dauert zwar viel länger, wäre dafür aber stressfreier. Da ich nun aber zwei Helferlinge haben werde, wird es mit einem 3,5 Tonner und der Fähre zu teuer. On the road ist da angesagt – entweder durch den Euro-Tunnel (knapp unter 200,00€) oder mit einer Fähre von Calais nach Dover/Folkstone (knapp über 200,00€).

Lange habe ich darüber gebrütet, was ich mit meinem Auto mache. Ich habe mit ein paar Menschen gesprochen, was sie machen würden. Ich habe mit meiner Auswanderer-Bekannten (die tatsächlich schon 14 Jahre drüben ist) gesprochen. Mein Bauchgefühl sagte mir: Behalten! Ihre Meinungen: Behalten!

Ok, gebongt. Ich gebe meine kleine Rennsemmel nicht mehr her. Bis das der TÜV uns scheidet … oder besser MOT, wie er in GB heißt.

So fügt sich alles zusammen.

Dank dem Internet konnte ich schauen, was ich alles dort drüben bekommen kann, was es hier auch gibt. Eigentlich mehr aus Spaß als aus echtem Interesse. Es lebe die Globalisierung! Ich komme an und bin gleich schon versorgt mit den Dingen des täglichen Lebens, die ich hier auch habe. Und selbst wenn nicht: Auch kein Problem, es gibt immer Alternativen.

Komisch, ich wünschte nur, ich wäre so flexibel, was auch meine Katzen anbelangt. Denn da habe ich die Un-Flexibilität gepachtet!

Ich ernähre meine Katzen mit vollwertigem Futter, was 70%+ Fleischanteil hat. Nach vielem durch- und herumprobieren bekommen meine Kinder nun das Futter von GranataPet. Nicht optimal, aber das, was ich mir leisten kann (noch).

In Schottland werde ich weniger verdienen als hier. Tierhaltung ist aber teurer als hier. Ich habe einen Tag lang recherchiert. Es gibt auch dort hochwertigere Futtersorten – aber der Preis ist einfach abartig. Ich kann aber auch nicht auf so ein Drecksfutter wie Whiskas, Iams und Royal Canin gehen – das kann ich mit meinem Gewissen gegenüber meinen Katzen nicht vereinbaren. Das wäre so, als würde ich jetzt von gesunder, frischer Ernährung auf eine Allein-Ernährung mit McDonalds und Co. umschwenken. Geht gar nicht.

Nun, zooplus gibt es dort auch. Super! Und siehe da – mein DEUTSCHES Futter GranataPet ist auch in GB erhältlich. Sogar billiger als hier! Ok, natürlich weiß ich nicht ob es das Futter auch in Zukunft noch dort geben wird und ob es dann auch noch günstiger als hier sein wird. Aber es ist beruhigend, dass eine Deutsche Marke es auch bis dorthin geschafft hat.

Warum ich solche „Kleinigkeiten“ recherchiere?

Um vorbereitet zu sein. Diese Vorbereitung nimmt mir die Angst. Es gibt mir Sicherheit. Und ich weiß, dass ich mein Leben in vielerlei Hinsicht einfach nur eins-zu-eins in ein anderes Land transferiere.

Ich bin dankbar für diese Chance, und dankbar, dass meine Angst vor diesem Schritt verschwunden ist. Ich freue mich auf meine Zukunft und auf alles, was da noch kommt.

Ich hatte so ein schlimmes Jahr und bin stärker als je zuvor daraus hervor gegangen. Vielleicht war das einfach nur eine Vorbereitung darauf?

Ich habe absolut keinen Zweifel daran, dass ich nächstes Jahr um diese Zeit in Schottland lebe.

Aber bis dahin gibt es noch viel zu tun, sehr viel zu tun.

Ich bin bereits dabei, meinen Haushalt aufzulösen. Ich habe viel zu viele Bücher, die ein neues zu Hause suchen, ebenso wie CD´s und DVD´s, Dekosachen und anderen unnötigen Ballast.

Jetzt ist auch eine super Gelegenheit mein Leben im großen Stil zu entrümpeln. All die Dinge, von denen ich dachte „Die könnte man ja nochmal gebrauchen“ werden verschwinden. All die Sachen, die man immer mit sich rumschleppt, werden entsorgt – entweder durch verkaufen, verschenken oder Sperrmüll.

Diese Philosophie habe ich mir schon in den vergangenen Jahren zugelegt und habe rigoros Dinge weggeschmissen oder verschenkt.

Es tut gut, sein Leben zu entrümpeln. Und jetzt – da ich gehen werde – sehe ich erst, wie praktisch das auch ist.

Was auch sehr erstaunlich ist: Viele meiner Sachen gehen jetzt plötzlich kaputt, so als hätten sie gerade so lange durchgehalten bis zu diesem Entschluss. Natürlich, Dinge gehen immer kaputt, aber alle auf einmal? Das ist schon sehr merkwürdig.

Ich bin auch ganz erstaunt über meine plötzliche Flexibilität was die Zukunft meiner Möbel anbelangt, denn an sich werde ich so gut wie nichts mitnehmen. Viele meiner Mittelalter-Möbel werden dann als Sitzgelegenheiten und Stauraum herhalten, sowie meinen neuen Kleiderschrank und vielleicht auch als Tisch. Bisher war es so, dass ich Mittelalter mit Daily Life strikt getrennt habe. Kommt Besuch, kann dieser anhand meiner Wohnung nicht sehen, dass ich eigentlich mittelalter-verrückt bin.

Einige Dinge gibt es, von denen ich mich (noch) nicht trennen kann, aber vielleicht findet sich bis dahin auch noch eine Lösung dafür.

Das LOSLASSEN im Allgemeinen funktioniert im Moment jedoch unwahrscheinlich gut – und spendet ein Freiheitsgefühl, wie ich es so noch nicht erlebt habe.

Besser spät als nie, nicht wahr?

Eure Davina

Step by step it´s moving forward. Of its own volition.

I let it go, work on it from time to time, just like I want it.

Rushing is of no good.

All what I´ve done all those past years – pushing things, being the impersonated impatience, going on things far too fast – has just went away with this issue.

Of course I have my lists and all the planning in my mind. The research is running, but without any pressure. I know that things come when it´s time for them to come.

Just an example what I found out yet: Would I do my relocation alone, a trip with a 3,5 tons vehicle on a ferry would perfectly fit. Indeed, the trip would take longer, but it would be more stress free. But, as I recently got two helpers, it´s going to be far too expensive using the ferry. On the road it is, then – either through the Euro-tunnel (slightly under 200,00€) or with the ferry from Calais to Dover/Folkstone (more than 200,00€).

Now and then I thought about the question: what I will do with my car? I have spoken to some people what they would do. I have spoken with my acquaintance who went to Scotland some 14 years ago. My guts tell me I should keep the car. Their opinions: Keep the car!

Ok, that´s settled then. I won´t give my little runabout away. ´Til MOT do us part!

So, everything falls into place.

I looked for some stuff online, if it´s available over there, too. It was more out of fun than real interest. But: Here´s to globalisation! I will arrive and I´m already taken care for with all I need for my daily life, all the little things I have here, too. Elsewise, who cares? There´s always an alternative for me.

Funny though, with my cats I´m not that flexible. I wish I would be though.

I feed my cats with more or less high quality food, which contains 70%+ meat. After a long time trying this and that I got stuck with a brand called GranataPet. It´s not ideal, but it´s the best of what I can still pay for.

I will earn less money in Scotland. But keeping of animals is more expensive there. I researched a whole day. There´re also nice, high quality cat food brands – but the price is just hilarious. But I will never use those crud cat food brands like Whiskas, Iams and Royal Canin – I just can´t feed my cats with stuff like that with a clear conscience. It would be as if I would move away from a good, healthy and fresh diet to McDonalds every day! That´s a no-go.

Anyway, zooplus is in the UK also available. Great! And, oh, look at that! They have my GERMAN cat food in stock – and even less expensive than here! Sure, I have no clue if I can still order that food next year and if the price will have increased, but it´s quite soothing knowing this brand made it to the UK, also.

Why I research for such bits and bobs?

To be prepared. It takes the anxiety away. It gives me safety. And I know, that my life can easily be transferred one to one into another country, at least partly.

I am grateful for the chance given to me. I am grateful I overcame the anxiety which held me back all those years. I am very keen on my future and everything, that will come with it.

I had such a bad year and I´m stronger than ever before. Maybe that was all just the preparation for this step?

I have absolutely no doubt that I am living in Scotland next year at this time.

I have already started dissolving my household. I have far too many books, which are searching for a new home, as well as CDs and DVDs, decoration stuff and other unnecessary dead weight.

This is just the perfect time to clear out my life on a grand scale. All the things, of which I thought I would need again will go. All the things one carries around all the time but without using will be disposed – either by selling, giving away or throwing into the bin.

This philosophy is not new to me, as I already got rid of things by throwing or giving them away the past few years.

It feels just great to clear out your own life. And now, as I will go, I first see how useful this kind of acting is!

What´s also very astonishing: Many of my things suddenly break, as they have just kept up until this point in my life. Sure, things always break, but that many at once? I find that very curious indeed.

I´m also a bit surprised by my own flexibility nowadays in regards to the future of my furniture (which have been quite sacred to me), as I won´t take most of them with me. Instead, I will use many of my medieval furniture for sitting, stowage, closet and maybe as table. Until this point I never mixed my medieval life with my daily life so far. A visitor would never know I am medieval addicted when visiting me at home.

There are some things with which I just can´t part (yet), but maybe I will find a solution for that also.

Luckily, momentarily the LET GO works just perfect for me – and is providing me a feeling of freedom I have never experienced in that way ever before.

Better late than never, eh?

Yours Davina

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