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Ja, ihr habt richtig gelesen – ich hab mal wieder experimentiert … und ENDLICH mal wieder die Zeit, das zu Papier zu bringen. Naja, virtuelles Papier 🙂

Wie immer ist dieses Essen aus einer Not an Ideen und Mangel an Zutaten entstanden. Und wie immer bei mir: Das sind meist die schönsten Sachen, die ich hinbekomme.

Wie ich beim Zubereiten festgestellt habe, wäre dieses Essen auch ziemlich gut als Weihnachtsessen geeignet. Es sind all die typischen Zutaten drin (außer Fleisch natürlich) und man kann es noch etwas pimpen. Und es ist eine Menge Arbeit, bzw. die Sauce ist eine Menge Arbeit. Guuuuut, ich gebe zu, man könnte sie auch als Gemüse bezeichnen … oder Chutney … Aber sie ist unerhört lecker.

Am besten, man fängt mit der Sauce an (braucht mindestens 1 Stunde, eher 1 ½)

5 große Zwiebeln
1 Apfel, pariert und sehr fein geschnitten
5g getrocknete Steinpilze, in wenig Wasser eingeweicht – den Sud braucht ihr noch!
30ml halbtrockener oder trockener Rotwein (ich hatte einen wuuuunderbaren Merlot)
1 Schuß alten, süßen Balsamico, oder wer hat: Sherry oder Portwein
1 TL Tomatenmark
viel frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Salz
etwas Petersilie
viel Olivenöl

Schneidet die Zwiebeln (natürlich geschält) in ca. 0,5 cm dicke Scheiben. Erhitzt das Öl in einem weiten Topf und gebt die Zwiebeln dazu. Regelt die Hitze auf eine mittlere herunter und lasst die Zwiebeln erst mal schmurgeln. Rührt nur selten um (vielleicht alle 10 Minuten) aber behaltet die Zwiebeln unbedingt im Auge – damit sie nicht anbrennen. Sind die Zwiebeln weich und fangen an leicht zu karamellisieren gebt den Apfel dazu, lasst es für weitere 5 Minuten schmurgeln. Dann dreht die Hitze hoch, schubbert die Zwiebeln an den Topfrand und gebt in die Mitte vom Topf das Tomatenmark. Lasst es kurz anbraten bis es etwas Farbe nimmt. Löscht das Ganze mit dem Rotwein und dem Essig (Alkohol) ab, fügt die Pilze inklusive Sud dazu, die Gewürze und Kräuter und lasst alles noch einmal 10 Minuten bei mittlerer Hitze kochen. Zum Schluß eventuell mit etwas mehr Pfeffer und Salz abschmecken. Wer mag kann die Sauce nun sehr flüssig machen, oder pürieren, oder halb als Sauce/halb Gemüse lassen.

Die Linsen werden mit den Gewürzen verfeinert, die normalerweise an ein Rotkraut dran kommen:

1 ½ Tassen Beluga Linsen und die 2 ½ fache Menge Wasser (oder soviel, wie auf der Packung steht)
1 Lorbeerblatt
5 Wacholderbeeren
3 Nelken

Kocht die Linsen für ca. 35 bis 40 Minuten, bis sie gar sind. Schüttet sie ab, sammelt die Gewürze heraus (natürlich könnt ihr hier auch mit einem Teebeutel arbeiten – macht die Sache wesentlich einfacher … hätte ich auch vorher mal dran denken sollen ;-D ) und würzt das Ganze mit ½ EL süßen Balsamico-Essig, etwas Petersilie und Salz und Pfeffer.

Die Schnitzel.
Ich liebe Rotkraut. Eigentlich stundenlang gekocht, mit Apfel, Gewürzen … aber das, was ich hier fabriziert habe, dass ist echt dermaßen lecker … allein nur vom Schreiben her hätte ich jetzt Lust in die Küche zu gehen und mir diese Leckerei in die Pfanne zu hauen. Und es geht so einfach!

Erhitzt in einer Pfanne etwas Öl. Schneidet von einem Rotkraut-Kopf ca. 1cm dicke Scheiben ab und passt auf, dass sie nicht auseinander fallen.
Bratet sie auf einer Seite kross an, dreht sie um und lasst sie dann bei reduzierter Hitze vor sich hin braten. Nach ca. 20 Minuten ist das Rotkraut gar, aber nicht matschig. Die Schnittfläche sollte wunderbar kross und goldbraun sein. Würzt kurz vor Schluss beide Seiten mit Salz, Pfeffer und einer winzig kleinen Prise braunem Zucker und fertig ist das Schnitzel. Einfach nur lecker.

Als Weihnachtsessen würde ich dem Gericht Knödel und karamellisierte Maronen zufügen, vielleicht noch etwas Zimt an die Zwiebelsauce.

Ich gebe zu, die Farben sind ein wenig dunkel und trist, aber der Geschmack ist wirklich lecker.

Die Sauce funktioniert selbstverständlich auch ohne Alkohol. Einfach durch roten Traubensaft/Wasser/Brühe und etwas mehr Essig ersetzen.

Und wie immer: Nehmt einen guten, alten, teuren, gereiften Balsamico. Es lohnt sich wirklich!

Guten Appetit 🙂

Red cabbage Schnitzel with wine-onion sauce and hearty lentils

Yes, right, I have been experimenting again … and FINALLY had the time writing that down.

As usual this meal was born out of lack of ideas and ingredients. And as usual: Those dishes mostly are the best I create.

As I have discovered at preparing the dish it would be perfect for a vegan Christmas dinner. It contains all typical condiments (except meat of course) and it´s always good for pimping it up a bit more. Ok, I admit the sauce could be seen as a vegetable too … or a chutney … But it´s damn yummy :-D.

Best is to begin with the sauce, as it will take about 1 to 1 ½ hours time until it´s done.

5 big onions
1 apple, peeled etc. and cut into very thin slices
5g dried boletuses, soaked in a little water – please keep it, you will need it
30ml semi-dry or dry red wine (I took a lovely Merlot)
1 shot old, sweet Balsamico vinegar, or if you have: Sherry or Port wine
1 tbsp tomato puree
much freshly ground black pepper
salt
some parsley
much olive oil

Peel the onions and cut into 0,5cm thick slices. Heat up the oil in a wide pot, add the onions. Reduce the heat to a middle temperature and leave the onions to cook. Stir very rarely, maybe each 10 minutes or so, but keep an eye on them so they won´t burnt. When the onions begin to caramelise add the apple and leave for another 5 minutes. Then turn the heat up, put the onions to the pot walls and add the tomato puree in the middle of the pot. Let it get some colour, then deglaze with the wine and vinegar (alcohol), add the boletus together with the soaking water, the flavouring and the herbs and leave for another 10 minutes to cook. At the end finish the sauce with maybe some more salt and pepper. If you wish you can leave it like it is or purée it or make it a bit more liquid.

The lentils are refined with the flavouring usually taken for red cabbage vegetable:

1 ½ cups Beluga lentils and water like written on the package
1 bay leave
5 juniper berries
3 cloves

Cook the lentils for about 35 to 40 minutes or until done. Drain them and pick out the herbs (surely you can use a tea bag for the herbs, too – I should have done that too, would have saved me a lot of time ;-D ), now season to taste with ½ tbsp sweet Balsamico vinegar, some parsley and salt and pepper.

The Schnitzel.
I love red cabbage. Usually cooked for hours, together with an apple, spices, until it´s nice soft … but this here really is so tasty! And it´s so easy!

Heat a pan with some oil. Cut the red cabbage into 1cm thick slices and take care it won´t come apart. Fry in the pan on one side until it´s crispy and golden brown. Turn the slices over, reduce the heat and leave for around 20 minutes until the cabbage is done, but not sloppily. The cut face should be lovely crispy and golden brown on both sides. Now season to taste with salt and pepper and a wee pinch of brown sugar. It´s just delicious.

For a Christmas dinner I would add some dumplings and caramelised chestnuts, and maybe a whiff of cinnamon at the onion sauce.

I admit the colours aren´t that mouth watering, but the taste really is lovely.

If you don´t like using alcohol you can replace it with some red grape juice or water or broth (or altogether) and a bit more vinegar.

And as usual: take a good, old, expensive, matured Balsamico vinegar – it´s worth it!

Enjoy your meal!

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