English below 😀

Hallo ihr Lieben 🙂

Am Wochenende hatte ich irgendwie ein Retro-WE was das Essen anbelangt.

Am Samstag kam ich auf die Idee, Nudeln mit Haschee zu machen. Gleichzusetzen mit PAPA, Feuerwehr, ärgern und superlecker ^^

Am Sonntag meinte ich, mittags Bechamel-Kartoffeln machen zu müssen. Gleichzusetzen mit himmlisch, süß-sauer, einfach und herzerwärmend.

Und abends … tja, da wusste ich nicht, was ich essen sollte da ich ja auch weitest gehend auf Brot verzichten muss. Und Nudeln. Also industriell verarbeitete Kohlenhydrate. Und ich hatte ja am Samstag schon Nudeln. Heraus kam dann eine 15 Minuten Tomatensuppe mit Reis.

Mit all diesen Gerichten bin ich aufgewachsen und ich denke, der Effekt des Soulfood liegt hier mehr sogar in der Erinnerung als im Geschmack, wobei es nach wie vor toll schmeckt (außer die Bechamel-Kartoffeln – vegan ist einfach nicht immer von Vorteil)

Nudeln mit Haschee ist DAS Lieblingsessen meines Vaters. Er hat es von seiner Arbeit mit nach Hause gebracht, denn als Feuerwehrmann muss man Essen haben, was gut sättigt, schnell geht und wunderbar wieder aufzuwärmen ist. Wenn meine Mutter ihn fragte „Was willst Du Essen“ und er schon so verschmitzt geschaut hat, kam gleich von ihr „Nein, ich mache KEIN Haschee!!!!“ Und doch, ab und an, ganz selten, hat sie sich dazu hinreißen lassen und hat doch ein Haschee gemacht ^^

Als ich noch ganz klein war und wir in Oberursel gewohnt haben, da nahm sie meist noch die Saucen-Päckchen von Maggi, nämlich die Jägersauce. Später dann, als sie mich nach dort entführt hatten, wo ich dann gelebt hatte für die nächsten 10 Jahre, hat sie sich immer die Mühe gemacht, diese Fleischsauce mit frischen Zutaten herzustellen – natürlich mit weniger Tomaten, denn es sollte ja ein Haschee werden.

Papa stand einfach immer auf Fusilli Nudeln, während Mama die gehasst hat (wahrscheinlich nur aus Prinzip), deswegen gab es eigentlich NIE die Fusilli. Meistens gab es Spaghetti dazu. ich ärgerte sie immer damit, dass ich natürlich auch immer schrie „Haschee“ wenn sie fragte, bzw. trieb ich es auf die Spitze, weil ich dann „Haschisch“ wollte 😀 Das hat sie gehasst 😀

Ich konnte es kaum erwarten wenn ich schon gerochen habe was Mutti da kocht, und die Zeit bis zum Essen war schrecklich lange! Und wenn es dann endlich halb eins oder eins war und ich den Tisch decken musste, Papa rief und es ans Spachteln ging, konnte man zwei überglückliche, lachende und scherzende Gesichter am Tisch sehen – Papa und mich.

Ein paar Monate bevor meine Mutter letztes Jahr gestorben ist hatte ich meinen Vater zu mir gelotst unter einem Vorwand. Ich hatte Nudeln mit Haschee für ihn gemacht, natürlich mit Fusilli. Er war super mega glücklich – und ich super mega stolz, denn ich hatte ein hervorragendes Haschee gezaubert. (Das war noch mit Fleisch.)

Am Wochenende hatte ich so Lust darauf, dass ich es einfach mal wieder kochen musste – mit Soja-Fleisch. Und leider ist mir das Tomatenmark ausgerutscht, deswegen sieht die Sauce doch eher wie eine Bolognese aus ^^ Hat aber nicht so geschmeckt 🙂 Und Fusilli hatte ich auch nicht mehr (obwohl ich hätte SCHWÖREN können, dass ich noch welche hatte. Die hat sich bestimmt mein Haus-Kobold gemopst.)

Nudeln mit Haschee
Nudeln mit Haschee

Sonntagmittag dann wollte ich unbedingt Bechamel-Kartoffeln. Die gab es bei uns immer wenn es schnell gehen musste, aber auch, weil das Zeugs einfach superlecker ist. Normalerweise wird eine Mehl-Sauce hergestellt, in die Pellkartoffeln geschnitten werden. Abgeschmeckt wird das ganze mit viel Salz, Pfeffer und sehr viel Dill. Dann gehört da eigentlich kross gebratenes Dörrfleisch (Bacon) dazu und dann noch (selbstgemachter) süß-sauer eingelegter Kürbis.

Das war auch eines unserer liebsten Essen.

Ich hatte mich zuerst – wider besseres Wissen – mal wieder an einer veganen Mehlschwitze probiert. Aber mal ganz ehrlich, das ist ekelhaft. Da die Bechamel nur aus drei Zutaten besteht und zwei davon Geschmacksträger sind, nämlich Milch und Butter, ist für mich eine adäquate Bechamel in vegan nicht herzustellen.

Also habe ich die entsorgen müssen (die war wirklich eklig und hat meine Kochkünste und Geschmacksknospen doch arg beleidigt) und ich musste improvisieren. Und voilá! Ich hatte leckere Bechamel-Kartoffeln, die zwar nicht wie sonst geschmeckt haben, doch annähernd so.

Ich hatte einfach aus Cashewmus, Wasser und den üblichen verdächtigen Gewürzen in einer Bechamel eine Ersatz-Sauce hergestellt. Dann die Kartoffeln dazu, viel Dill … und auf dem Teller noch mein Kürbis. Das war echt ok. Aber dieses Gericht werde ich dennoch ab sofort auf die Liste setzen, die da „vegetarisch“ heißt und das ich kochen werde, wenn ich mal wieder Milch und Butter zu Hause haben sollte.

Bechamel-Kartoffeln mit süß-sauer eingelegtem Kürbis
Bechamel-Kartoffeln mit süß-sauer eingelegtem Kürbis

*seufz* Meine Tomatensuppe. Meine geliebte Tomatensuppe mit Reis. Seit fast 20 Jahren versuche ich die nun so hinzubekommen, wie meine Mutter sie gemacht hat. Und es funktioniert einfach nicht! Ich weiß nicht warum. Ich habe ihr zugeschaut, ich habe mir alles abgeschaut von ihr – aber der Geschmack will nicht so wie ich will. Sie schmeckt (fast) jedes Mal richtig gut, aber eben nicht wie daheim.

Diese Variante war in 15 Minuten fertig. Ich hatte noch Reis vom Freitag übrig als ich mir ein deutsches chinesisch süß-sauer gezaubert hatte. Dann noch eine Dose Cherry-Tomaten (die sind echt gut, solltet ihr mal probieren!), Tomatenmark, TK-Bio-Zwiebeln (REWE), Basilikum und Petersilie, etwas Brühe, Pfeffer, fertig war meine Suppe. Sehr lecker. Aber nicht wie Mamas 😀

Tomatensuppe mit Reis
Tomatensuppe mit Reis

Das sieht bestimmt so aus, als würde ich immer alles an meiner Mutter messen – zum Glück mache ich das nicht (mehr). Es gibt eben nur das ein oder andere, was man so lieb gewonnen hat, dass man es gefälligst auch so haben will, wie sie das immer gemacht hat! MENNO! 😀

Was habt ihr so für Kindheits-Erinnerungs-Speisen, die ihr euch heute immer noch zubereitet?

Lg eure Davina

Retro Weekend

Hello friends 🙂

Regarding my food at the weekend it was a retro weekend.

On Saturday I came up with the idea cooking noodles and hash. Equal to DAD, fire brigade, annoying and super yummy.

On Sunday I meant to have béchamel-taters. Equal to heavenly, sweet-sour, easy and heartwarming.

And for dinner …. well, I had no idea what to eat, but finally I made a lovely tomatoe soup with rice within 15 minutes.

With all these dishes I have grown up and I think, the effect of the soulfood lies more within the memory rather than taste, whereas they all taste lovely (well, except the béchamel-taters – vegan not always is an advantage)

Noodles with hash is THE fav dish of my father. He came up with this recipe because they always made it at work, because a fire worker had to have food which was filling up, fastly cooked and easily to be warmed up. When my mother asked him what she should cook he sometimes just looked at her with a whimsically smile, and she immediately said “No, I´m NOT cooking hash!!!!!!!” And still, from time to time, very seldom, she cooked it ^^.

When I was very little she used to take sauce from bags, later she began cooking it with fresh ingredients.

Dad used to love Fusilli noodles, whereas my mother just hated them (mostly just because), that´s why she nearly never made them. Mostly we ate this sauce with spaghetti.

It was terrible for me waiting until dinner was done and the time until lunch was extraordinary long. And when it finally was 12.30 you were able seeing two happy, laughing faces – my fathers and mine.

Just a few month before my mother died last year I invited Dad, although he did not know the real reason why he had to come. I prepared fusilli and hash especially for him, and he was mega happy about it – and me too, cause it was nearly perfect (back then I was still eating meat)

At the weekend I really wanted to eat that, so I just had to cook it – with soy meat. Und unfortunately the tomato puree “slipped” a bit too much, that´s why the sauce is so red and looks more like a Bolognese. But it tasted like a hash 🙂 And Fusilli were missing too (whereas, I could have SWORN I still had some. Surely my house leprechaun has stolen them.)

Sunday I just had to have Bechamel-potatoes. That dish always was made when there was no time for cooking, but also because this stuff is just super yummy. Normally a flour sauce is made in which boiled potatoes were cut in. Seasoned to taste with salt, pepper and very much dill. Also, crispy bacon slices and sweet-sour pumpkin belonged to this dish.

That was one of our most fav dishes.

At first I tried – against better knowledge – a vegan béchamel sauce. That was a huge mistake cause it was disgusting. It is just like that. At something containing just three ingredients of which 2 give the taste it can´t work. So, I improvised again and voilá – I created a nice béchamel-sauce which wasn´t like the original but nevertheless yummy.

It was made of cashew mush, water and the usual suspects (seasoning) of a béchamel sauce. Adding the taters, much dill … and on top the homemade sweet-sour canned pumpkin. That really was ok. But nevertheless this dish will find it´s way onto my vegetarian cooking list, for when I might have some butter and milk.

My tomato soup. My beloved tomato soup. For nearly 20 years now I try cooking it like my Mom did, but it won´t work. I have no clue why, cause I learned everything from her. This variation here was done within 15 minutes, because I had some cooked rice left. Having some chopped frozen onions, one can of cherry tomatoes, some basil, parsley, pepper, stock and tomato mush it was done very quick. But still, it did not taste like my mothers.

So, these have been my childhood memories of favourite dishes. What are your favourite dishes, you are still preparing today?

Greetings, yours Davina

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