Medaillons - mit den "Beilagen" *gg*
Medaillons – mit den „Beilagen“ *gg*

Ich mag kein Soja. Ich mag den Geschmack einfach nicht und habe auch bisher nur einen Tofu gefunden, den ich wirklich liebe, denn er schmeckt meistens nach dem Kochen nicht mehr nach Tofu – der Räuchertofu vom Rossmann.

Genau das gleiche Problem hatte ich mit den Soja-Schnitzeln/Schnetzeln/Stückern … Mittlerweile habe ich für die Soja-Schnitzelchen eine für mich perfekte Art der Würzung gefunden, damit sie einfach nur lecker und unwiderstehlich werden.

Ich mache meistens gleich zwei Portionen, weil sich sonst der Aufwand einfach nicht lohnt.

Mit kochendem Wasser aus dem Wasserkocher übergieße ich 10 Soja-Stücker und lasse sie für einige Zeit stehen; meistens für 1 Stunde. Zwischendurch tunke ich sie immer wieder unter und drehe sie auch um. Das hat den Effekt, dass der Soja-Geschmack etwas heraus gezogen wird.

Dann bereite ich in einem Topf aus ca. 1 Liter Wasser, Gewürzmischungen, Gemüsebrühe und Raucharoma ein Geschmacksbad zu (genaue Mengen weiter unten). Die Soja-Stücker drücke ich vorsichtig zwischen den Händen aus, lege sie in ihre Würze und koche sie für ca. 20 Minuten darin. Auch hier drücke ich sie immer wieder mal runter und wende sie.

Nachdem sie gekocht sind nutze ich meine Kartoffelpresse zum Ausdrücken – das ist einfach nur genial! Ich lege 3 bis 4 Stücker so hinein, dass sie nicht brechen und drücke dann die Flüssigkeit aus. So werden sie schön trocken und können kross braten.

Super praktische Kartoffelpresse für Soja-Schnitzel
Super praktische Kartoffelpresse für Soja-Schnitzel

Dann können die kleinen Schlingel in eine Pfanne mit sehr heißem Öl. Wer mag, kann sie auch noch einmal von beiden Seiten mit Gewürzen bestreuen. Schön kross gebraten und dann auf einem Küchentuch kurz vom Fett befreit schmecken die einfach himmlisch lecker – und sind saftiger und leckerer als es jemals ein Stück Schwein war. … und die scharfen Rosmarinkartoffeln findet ihr hier: https://davinassoulfood.wordpress.com/2014/01/28/scharfe-rosmarinkartoffeln/

Da ich Lebensmittelverschwendung hasse, hebe ich immer den Sud vom Kochen auf, indem ich ihn kochendheiß in ein Glas mit Schraubdeckel fülle, sofort verkehrt herum hinstelle und solange auf dem Kopf stehen lasse, bis es vollständig ausgekühlt ist. Der so eingemachte Sud hält sich dann im Kühlschrank eine ganze Weile und kann für das nächste Mal wieder verwendet werden. Meistens nutze ich den Sud zweimal, außer er hat einfach zu gut geschmeckt – dann wird er noch ein drittes Mal verwendet.

Schnell eingemachter Sud
Schnell eingemachter Sud

Hier mein „Rezept“ für den oben beschriebenen Sud:

1 Liter Wasser
2 TL flüssiges Hickory Raucharoma
½ -1 EL Grill- & Pfannengewürz
½ -1 EL Brathähnchengewürz
2 geh. TL Gemüsebrühe

Guten Appetit 🙂

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