Eilean Donan Castle (und es wird nicht wie Alien ausgesprochen!)
Eilean Donan Castle (und es wird nicht wie Alien ausgesprochen!)

Einen Reiseführer kaufen: Ja oder Nein? Als Anfänger würde ich klar sagen: Ja!

Aber wenn man dann das erste Mal in Schottland war und sich auch vorher viel informiert hat, braucht man den eigentlich nicht mehr.

Reiseführer führen einen zu den Touristen-Attraktionen und beinhalten all die teuren Übernachtungsangebote und Restaurants.

Sobald man dann vor Ort war, weiß man, dass es durchaus viele Schätze zu entdecken gibt, die kein Reiseführer beschreibt.

Leider sind Reiseführer auch sehr teuer und spätestens nach einem Jahr veraltet, sodass man dann beim nächsten Trip schon wieder im Internet nach Öffnungszeiten oder Eintrittspreisen schauen muss.

Unter dem Menü-Punkt „Links“ habe ich hier meine liebsten Links zusammen gefasst, die ich zu 95% nutze, um Infos zu bekommen und meinen Trip zu planen.

Ja, es ist viel Aufwand und ja, man muss sich die Mühe machen, aber im Endeffekt lohnt es sich. Der Geldbeutel wird enorm geschont und der Spaßfaktor, nämlich das Land zu entdecken, wird erhöht und man entdeckt Gegenden, Ruinen, Schlösschen oder Restaurants in die man immer und immer wieder zurück kehren will.

Meine Lieblingswebseite ist undiscoveredscotland.com. Dort findet ihr wirklich – in Abschnitten aufgeteilt – Schätze die es zu entdecken gilt, die in keinem Reiseführer stehen.

Möchtet ihr Reiseführer kaufen, dann kann ich für mich nur empfehlen, Baedeker oder Dumont zu nehmen.

Baedeker steht bei mir an erster Stelle, damit kam ich am besten zurecht. Er ist voll von Bildern (das Auge isst nun mal mit!) und gibt genügend Informationen, um sich für ein Objekt zu entscheiden oder eben dagegen.

Dumont ist leider sehr dürftig bebildert, hat aber super viele Infos und ist auch teilweise ein Kunstführer (wenn man das mag – ich konnte nicht viel damit anfangen).

Alle anderen, die ich bisher hatte (und mein Regal steht echt voll) sind eher ungeeignet oder sehr veraltet, trotzdem sie „druckfrisch“ sein sollten.

In Schottland existieren 2 große Stiftungen, die sich dem Erhalt der Geschichte verschrieben haben und wunderbare Online-Reiseführer sind:

Der „National Trust for Scotland“ (NTS) und der „Historic Scotland“ (HS).

Ersterer kauft alte Schlösser und Landwesen auf, bzw. steht auch in dem Ruf die Güter erst dann aufzukaufen, wenn die Besitzer ganz am Ende sind und der Preis des Anwesens immer weiter fällt. Der NTS setzt die Schlösser etc. wieder in Stand und verlangt dann ziemlich saftige Eintrittspreise. ABER: Der NTS sorgt dafür, dass einige der wunderschönsten Objekte gehegt und gepflegt werden. Der Eintritt wird tatsächlich auch wieder in das Anwesen gesteckt, es gibt eigentlich immer einen Tearoom und Toiletten-Anlagen und die Parks drum herum sind auch in Stand gehalten. Also keine schlechte Sache an sich, würde ich sagen. Noch dazu kann man tatsächlich sparen:

Man kann für relativ wenig Geld eine Mitgliedschaft im NTS erwerben und hat dann freien Eintritt in all ihre Besitztümer. Die Mitgliedschaft gilt für ein Jahr. Ich will z.B. Fyvie Castle endlich mal besuchen. Das gehört dem NTS. Eintritt: 12 Pfund! Dann möchte ich noch zu Brodie Castle, was 10 Pfund kostet. Und ich weiß noch nicht, was mir sonst noch so über den Weg laufen wird. Gerade im Nord-Osten der Insel gibt es unzählige Attraktionen, die dem NTS angehören. Ich habe jetzt 2 Sachen, von denen ich definitiv weiß, dass ich hin will und das kostet jetzt schon happige 22 Pfund. In Anbetracht dessen ist eine Mitgliedschaft da gar nicht mehr so teuer. Zumal man damit den NTS auch noch unterstützt, mehr dem Verfall preisgegebene Schlösser retten zu können.

Beim NTS gibt es übrigens nur die Möglichkeit einer Mitgliedschaft, was aber trotzdem ähnlich einem Pass funktioniert.

Historic Scotland:

HS hat sich dem Erhalt von allem anderen, was in Ruinen liegt, verschrieben. Seien es die Clava Cairns (Grabstätten, die 2.000 Jahre VOR Christus entstanden sind), mein geliebtes Urqhart Castle am Loch Ness oder alte Kirch- und Kathedralen-Ruinen. HS finde ich absolut super, denn die machen wirklich was!

Hier gibt es die Möglichkeit, online vorab oder direkt vor Ort, einen „Explorer Pass“ zu kaufen. Der gilt dann für 3 Tage aus 5 oder für 7 aus 14. D.h., dass ihr in 5 Tagen nur an 3 Tagen Besitzungen des HS kostenlos besuchen dürft. Natürlich nimmt man bei einem 7 oder 8 Tages Trip dann denn 7er Pass.

Die Preise, muss ich sagen, haben stark angezogen – leider!! – aber es lohnt sich nach wie vor, einen Pass zu holen.

Die dritte Alternative (?), mit der ich aber nur eine Erfahrung habe, ist der Scottish Heritage Pass, den es über visitbritain.com gibt.

Dieser Pass hieß früher British Heritage Pass und war eine Kombination von NTS und HS. Er war recht günstig, auf jeden Fall gegenüber der Gesamtsumme der Eintrittspreise.

Leider hatte ich es jedoch damals zweimal, das in der Liste des BHP zwei Attraktionen aufgeführt waren die im Preis inbegriffen ein sollten, die es aber nicht waren.

Ich habe mich jetzt erkundigt, und wie gesagt, der Pass heißt jetzt Scottish Heritage Pass.

Leider muss man den Pass an bestimmten Attraktionen in Schottland aktivieren, zu denen ich z.B. dieses Mal gar nicht hinkomme. Ich hatte angefragt bei visitbritain, ob das nicht auch anders geht – angeblich kann ich den Pass auch vor Ort kaufen. Angeblich in Fyvie Castle, was inbegriffen sein soll.

Ich habe beim NTS dann angefragt, ob das stimmt – und die haben noch nie was von dem SHP gehört!

Ok, das ist jetzt seltsam und ich muss sagen, dass ich hier dieses Mal die Finger weglasse, auch wenn mich das ein paar Pfund mehr kostet. Wenn also einer von euch das ausprobiert, dann wäre ich dankbar um eine Rückmeldung, ob ich mir einfach nur zu viele Sorgen mache und ob es sich nicht doch lohnt.

Tut mir leid, jetzt bin ich doch etwas weiter abgeschweift, als ich wollte.

Auf der Seite des NTS findet ihr eine Menge nützliche Informationen zu den Attraktionen, Öffnungszeiten, Preisen und mit was die Attraktionen ausgestattet sind (also Tearoom, Toiletten usw.). Hier findet ihr auch vorab in Ruhe Informationen, die ihr während des Besuches gar nicht alle in euch aufnehmen könnt, weil es vielleicht an der Sprache hapert oder ihr schlichtweg einfach zu euphorisch und fasziniert seid.

Genauso verhält es sich mit der Seite des HS. Durchstöbert sie mal und schaut euch an, was euch so erwartet.

Bei Undiscovered Scotland findet ihr auf der Webseite, die zugegebenermaßen etwas doof aufgebaut ist, immer bei der jeweiligen Attraktion rechts auf dem Bildschirm Referenz-Angaben. Wenn ein Objekt dem NTS oder dem HS angehört, ist dort die Verlinkung zu finden.

Um den Trip zu planen ist es sinnvoll, sich vorher eine Straßenkarte zu kaufen. In meinem Bericht „Die Planung an sich – Wo will ich denn überhaupt hin“ findet ihr einen Link mit Empfehlung und weiteren Infos.

Eure Davina

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